Konzertnachlese des 12. Preisträgerkonzertes

Konzertnachlese 12. Preisträgerkonzert der Harmonia Classica

Konzertkritik 179. Konzert der Harmonia Classica, am 9. Juni  2021, Palais Palffy,  Josefsplatz 6, Wien 1

Das Preisträgerkonzert des 12. Harmonia Classica Kompositionswettbewerbs für Saxophon solo/und Klavier unter dem Motto „Schöne Musik erfreut in harten Zeiten“ fand im wunderschönen Palais Palffy statt.

Der Gewinner des Wettbewerbs war Egid Jöchl (Österreich-Tirol) mit seinem neuromantischen Stück „Lights“ . Den 2. Preis gewann Dieter Pätzold (Österreich- Steiermark) mit seinem Stück „Suite poulaire“, einem gelungen fasslichen Kaleidoskop  und den 3. Platz ex aequo Ivana Radovanovic (Serbien) mit „Song for my father“, einem gelungenen südosteuroäiischen, folkloristischen Stück mit modernem Touch und Gerhard Stritzl. (Österreich – Niederösterreich) mit seinem Flamenco- beschwingten Stück „Saxkeeper“  Weiters gab es auch noch Stücke von anderen Wettbewerbsteilnehmers zu hören, nämlich von Norbert Hoffmann (Österreich – Tirol) „Euphorbia paralias“, einem motorisch gelungen Werk, Eberhard Böttcher (Norwegen) mit seiner detailreichen „Kammerfantasie“ und Christian Pusch (Österreich – Oberösterreich) mit seinem emotional stimmigen Stück „Long no see“. Unter all diesen Werken konnte das Publikum dann in der Pause den Gewinner des Publikumspreises wählen. Christian Pusch nahm freudestrahlend den Preis entgegen.

Sehr erfreulich war, dass fast alle Komponistinnen und Komponisten anwesend waren.

Zwischen den Saxophonstücken gab es Arien aus Wolfgang Amadeus Mozarts „Entführung aus dem Serail“ (Frisch zum Kampfe – sehr dynamisch gesungen von Alexander Blechinger) und „Figaros Hochzeit“ (Hör mein Flehen – hervorragend gesungen von Elisabeth Pfneisl), mehrere Kompositionen von Alexander Blechinger , nämlich abwechslungsreiche geistliche Musik, wie sie heutzutage sein sollte nach Texten von Johann Kriegler (Jesus uns vom Himmel kam, Herr Jesus deine große Liebe, Lasst uns dankbar sein und fröhlich, Schön ist das Lied von der Liebe), das romantisch-satirische Lied „Basilisk“ nach einem Text von Brigitte Pixner, „A flotte Musi“ – mitreißend die Swing Ära zum Leben erweckend – und „Die Mask‘n geht mir auf‘n Wecker“ – die Stimme des Volkes hinter der Maske – nach Texten von Christa Meissner, „Mein Baby wo bist du“ aus der Kurzoper „Ihr Kinderlein kommet nicht? – das Innenleben der werdenden Mutter veranschaulichend, sehr stimmungsvoll gesungen von Katharina Adamcyk und  Ludwig van Beethovens Teppich-Krämer-Lied. Der Harmonia Classica Solistenchor sang wie immer gekonnt die verschiedenen Lieder.

Zum Abschluss wurde das Werk, das den Publikumspreis gewann, noch einmal gespielt. Es gab donnernden Applaus! 

Eine phantastische Leistung vollbrachte Heinrich Biegenzahn, der alle Saxophonstücke hervorragend interpretierte.

Aya Mesiti am Klavier begleitete wie immer sehr souverän den Saxophonisten und die Sänger.

Die Begeisterung über diesen vielfältigen Abend war allgemein und man darf sich schon fragen, was der nächste Kompositionswettbewerb an interessanten Werken schöner neuer Musik bringen wird.

Eva Kaufmann

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